FAQ Artikel

5. Schreibendes Bremsmessgerät - Verzögerungsmessgerät (VZM)


Wie ist die Bremswirkungsprüfung bei Fahrzeugen, die aufgrund von fahrwerksgeometrischen oder anderen fahrzeugtechnischen Gründen (z. B. überbreite Fahrzeuge, permanenter Allradantrieb) nicht auf dem vorhandenen Bremsprüfstand geprüft werden können, durchzuführen?


Bei Fahrzeugen, die nicht auf dem Bremsprüfstand geprüft werden können, ist die Bremswirkungsprüfung in einem Fahrversuch mit einem Verzögerungsmessgerät (VZM) durchzuführen. Dazu kann ein separates VZM (Nr. 5 der Anlage VIIId StVZO) oder der SP-Adapter (Nr. 25 der Anlage VIIId StVZO) eingesetzt werden. Sofern ein VZM oder SP-Adapter dafür eingesetzt wird, muss dieser entsprechend den gesetzlichen Vorgaben (Nr. 3.2 der Anlage VIIId StVZO) geeicht/stückgeprüft/kalibriert sein.


Der SP-Adapter ist bereits bei Auslieferung an den anerkannten SP-Betrieb stückgeprüft/kalibriert und mit einer Plakette entsprechend gekennzeichnet. Auf der Plakette sind neben dem Termin (Monat der nächsten Stückprüfung), Angaben zur prüfenden Stelle (Organisation) sowie der Name und die Kennung der prüfenden Person angegeben. Die Erstprüfung hat eine Gültigkeitsdauer von 36 Monaten; die folgenden Prüfungen sind in Abständen von maximal 24 Monaten durchzuführen.


Da alle ausgelieferten SP-Adapter stückgeprüft/kalibriert sind, ist deren Verwendung im Rahmen der Bremswirkungsprüfung im Fahrversuch als Verzögerungsmessgerät (VZM) erlaubt. Das über den SP-Adapter erzeugte Messprotokoll ist dem SP-Prüfprotokoll beizufügen.


Sollte der SP-Adapter als Verzögerungsmessgerät (VZM) für die Bremswirkungsprüfung im Fahrversuch nicht eingesetzt werden, sondern ausschließlich für die Verbauprüfung und die Bremswirkungsprüfung auf einem Bremsprüfstand (auslesen der Bremsdrücke über die OBD-Dose) muss der SP-Adapter für die Zukunft nicht weiter stückgeprüft/kalibriert werden.


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